Montag, 1. September 2014
Kleine Freunde
Das Schöne am Bier brauen ist ja, dass man auch manche Tage einfach nur ent-(ge-)spannt schaut, was das Gebräu so macht ohne selbst aktiv werden zu müssen … aber eben auch zu dürfen. Irgendwie ist es dadurch auch so ein kleines … Ohnmachtsgefühl … Du stehst daneben, schaust zu, ohne jetzt noch wirklich etwas machen zu können (wilde Temperaturspielereien mit der Heizung lasse ich mal außen vor – weil am Regler drehen ist eigentlich auch nicht die Erfüllung, außer sich bewegende Quecksilbersäulen beobachten zu dürfen). Alles hängt von kleinen Hefepilzen ab, die durch Blubbs (je grösser die Blubb-Frequenz, umso agiler die kleine Freunde - und in der Zeit der Gärung gibt es keine besseren Freunde) und Schaumkronen zeigen, dass sie gewillt sind Dein Sud-Angebot anzunehmen und mit Dir ein „Brau-Team zu bilden.

Der Ire hat seine Schaumphase jetzt hinter sich und wird langsam klarer auf der Oberfläche … 6% Restzucker (Ziel sind 3%) heißen aber auch, sich zur Not irgendwelche Anreger einfallen lassen zu müssen, wenn die kleinen Kerlchen einschlafen. Naja, noch sind sie ja auf dem richtigen Pfad … wir werden daher heute einfach den Dingen ihren Lauf lassen (ob so viel Antiautorität wirklich gut tut?).

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